| Aus unserem Gemeindebrief Dezember 2011 bis Februar 2012 | |
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| Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes! | |
| Dezemberliche Gedanken zum Monatsspruch für Februar 2012: Alles ist erlaubt - aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf. (1.Kor 10,23) Hören Sie das auch?? Psst! Kann das denn wahr sein? Da dringt doch nicht nur das sanfte Klingeln goldener Glöckchen aus den Boxen an unser weihnachtlich gestimmtes Ohr! Auch besinnliche Orgelklänge oder gar liebliche Engelsstimmen scheinen nicht das einzige zu sein, was wir in dieser Zeit vernehmen. In all das mischen sich höchst seltsame Töne. Kein Jauchzen, kein Frohlocken, nein, Jammern und Klagen – und das in dieser hochheiligen Zeit? Hören wir einmal genauer hin: tatsächlich, da beschwert sich jemand lauthals darüber, dass man die Lebkuchenherzen im Advent schon gar nicht mehr sehen kann, weil sie seit einer Ewigkeit in den Regalen der Supermärkte stehen, und weil man selbst ja schon seit Wochen auf ihnen herum kaut. Ein anderer jammert über den Geschenkestress – alle Jahre wieder. Ein dritter über die mangelnde Zeit füreinander. Der Nächsten graut es schon vor den Familienzusammenkünften an den Feiertagen, und eine andere ärgert sich über die runder werdenden Hüften ob des üppigen Essens und der vielen Süßigkeiten. Und das Wetter erst, das Wetter - davon wollen wir gar nicht anfangen! Ja, und überhaupt: früher war alles besser und schöner und gemütlicher. – O du fröhliche, o du selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit?? Also, ich weiß ja nicht! – Ich frage mich ernsthaft: Schaffen wir es noch, allen Geräuschen und Stimmen, allem Lärm und Gejammer zum Trotz auf das zu horchen, was in unserem Innern vor sich geht? Sind wir noch imstande, auf unser Herz hören? Was könnte da nicht alles zum Klingen kommen: Wünsche, Sehnsüchte, Träume, Hoffnungen, Ahnungen! Wenn uns gelingen würde, mehr auf unser Herz zu hören, dann wüssten wir bestimmt besser, was uns gut tut in dieser besonderen Zeit im Dezember. Ich glaube, dann würde uns auch viel klarer sein, wie wir unseren Advent und unser Weihnachten gestalten müssten, damit wir nach den Feiertagen sagen können: Mann, war das schön! Und gemütlich! Und so entspannt! Denn am Ende soll doch nicht nur der Bauch voll sein, sondern auch das Herz, oder? Die Theologie steht uns dabei übrigens zur Seite: die Advents- und Weihnachtszeit gilt als eine Zeit der Erwartung und des Empfangens. Unsere Herzen und Sinne für die Ankunft Gottes in unsere Welt und unser Leben zu öffnen – darum geht es doch eigentlich. Ganz viel Weihnachtsfreude wünscht Ihre Pfarrerin Aljona Hofmann |
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| Kirchenleitungsbesuch in Kyritz | |
| Am Samstag
den 22.10. war eine große Delegation der Kirchenleitung im
Kirchenkreis Kyritz Wusterhausen. Solch ein Besuch dient der besseren
gegenseitigen Kenntnisnahme und ist für alle Beteiligten sehr
wichtig. Für uns in Kyritz gab es folgendes
„Programm“: Um 8.45 Uhr die Andacht in unserer St.
Marienkirche, liebevoll mitgestaltet von der Kantorei. Im Anschluss
trafen sich die Mitglieder der Kirchenleitung, dabei auch der Bischof, die Pröpstin und Mitglieder des Konsistoriums im Gemeindehaus mit den Vertretern unseres Kirchenkreises. Nach einer kurzen Vorstellung stellten Superintendent Harder, der Vorsitzende des Strukturausschusses, Pfarrer Utpatel und Pfarrer Brückner als Vorsitzender des Bauausschusses jeweils ihre Gedanken zum Stand und weiteren Weg unseres Kirchenkreises vor. Kantor Schulze berichtete über die reichhaltige kirchenmusikalische Arbeit im Kirchenkreis anhand einer Powerpoint-Präsentation. Danach wurde die Kirchenleitung aufgeteilt, in sechs Gruppen ging es in sechs Regionen unseres Kreises. Bei uns in Kyritz waren Frau Pfarrerin Winter und Oberkirchenrat Sommer als Gäste. Vormittags gab es eine Begegnung mit der derzeitigen Konfirmandengruppe, gemeinsam wurde die Kirche erkundet und anschließend Mittag gekocht. Auch eine kleine Stadtführung war dabei. Am Nachmittag trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus allen unseren Kyritzer Kreisen. Von der Christenlehre bis zu den Seniorenkreisen, von der Kantorei bis zu Ehrenamtlichen: Am großen Tisch erzählten alle von ihren Erfahrungen und so ergab sich ein breites und buntes Bild unserer Gemeindearbeit. Bei uns in Kyritz gibt es für jede Generation Angebote, das war eine der wichtigen Erkenntnisse, die unsere Gäste mitnahmen. Zum Abschluss trafen sich alle Delegationen in der Köritzer Kirche, noch einmal in großer Runde. Die Kirchenleitung zeigte sich sehr beeindruckt von der Vielfalt der kirchlichen Arbeit in unserem Kreis und fuhr mit vielen guten Eindrücken wieder zurück nach Berlin. J. Harder |
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| Tansania | |
| …eine
DER Reisen meines Lebens…, so kann ich nur sagen, nachdem wir
glücklich wieder von unserem dreizehntägigen Besuch
zurückgekommen sind. Eine Reise voller Eindrücke, Erlebnisse,
Beobachtungen, eine anstrengende und sehr schöne Zeit. An- und
Abreise klappten gut. Von unserem Standort Ilula, einem
größeren Dorf ziemlich in der geografischen Mitte des
Landes, waren wir täglich unterwegs, um Gemeinden und Menschen zu
besuchen. Da ging es buchstäblich über Stock und Stein,
teilweise bis über 2000m hoch – Afrika ist halt recht
gebirgig! Der Tag begann um 5.30 Uhr mit dem Weckruf der Glocke, nach
der Andacht und dem Frühstück lagen dann lange Tage vor uns.
Je nach Entfernung besuchten wir zwei, drei oder vier Stationen,
lernten die Gemeindesituationen kennen, waren in Schulen, einer
Kindereinrichtung und einem Hospital und wurden überall sehr
liebevoll empfangen. In der Distrikthauptstadt Iringa besichtigten wir
das Konsistorium, die christliche Radiostation und die
Universität. Es ist beeindruckend: in Tansania wachsen die
christlichen Gemeinden erheblich und wir können von der dortigen
Art, Gottesdienst zu feiern, auf Menschen zuzugehen und nicht zuletzt
von der fröhlichen Herzlichkeit der Menschen viel lernen.
Jedenfalls stellten wir am Ende der Reise fest: eine Partnerschaft mit dem Gemeinden des Kirchenkreises Ilula kann sich für beide Seiten sehr lohnen. J.Harder |